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Gedanken zur Faschingszeit

Für viele Menschen endet die Weihnachtszeit bereits am Abend des 26. Dezembers. Andere entsorgen ihren Tannenbaum dagegen erst am 2. Februar zu Maria Lichtmess.
Offiziell aber endet die Weihnachtszeit mit dem Sonntag Taufe des Herrn, dem 1. Sonntag nach Dreikönig.
Die liturgische Farbe wechselt von weiß zu grün, der Farbe für die gewöhnlichen Sonn- und Werktage im Jahreskreis.

Diese Zeit im Jahreskreis (nach Dreikönig), wie die Kirche sie nennt, ist für viele aber keinesfalls gewöhnlich. Jetzt starten sie in die heiße Phase der Faschingszeit und zwar bis Aschermittwoch.

Zwar ist ihr Beginn auf den 6. Januar festgelegt, also den Dreikönigstag, nicht aber ihr Ende. Da sich der Termin des Aschermittwochs am Osterfest orientiert, das sich wiederum nach Vollmond und Frühlingsanfang richtet, kann die Faschingszeit aufgrund dieser Verschiebungen von 28 bis zu ganzen 63 Tagen dauern.
Die Faschingstradition steht wohl in keiner direkten Verbindung zu antiken oder heidnischen Traditionen, sondern ist ein ursprünglich christlich geprägtes und auch unterstütztes Fest.
Auch wenn manche schwäbische Gegenden ihre Fastnacht auf uralte germanische Bräuche und Fruchtbarkeitsriten zurückführen, so liegt die Wurzel des Faschingsfestes doch im Christentum. Schon die  Namen "Fast-Nacht" (die Nacht bzw. letzten Nächte vor der Fastenzeit) sowie "Karne-Val" (von lateinisch Carnem levare – Fleisch, lebe wohl) zeugen von dem engen Zusammenhang mit der vierzigtägigen Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt.
Das Faschingsfest ist die letzte Gelegenheit, um es vor der kirchlich verordneten Fastenzeit noch mal so richtig krachen zu lassen.

Was ist also Fasching heute? Ein sinnentleertes Volksfest, bei dem es nur darum geht in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Alkohol in sich hineinzuschütten?
Oder doch eine Veranstaltung mit gesellschaftlichem und politischem Anspruch, die auf satirische Weise auf Missstände hinweisen und Denkanstöße geben kann?

Vermutlich beides. Für den einen ist es das und für den anderen vermutlich eher das.
Wie bei allem im Leben, braucht es auch im Fasching das richtige Maß.
Wer ein Leben nach Jesu Maßstäben führen will, der wird das wohl auch in der Faschingszeit tun und nicht die wilde Zeit nutzen, um Dinge zu tun, die er sonst nicht tun würde.
Und wer kein christliches Leben führen will, der braucht auch die Faschingszeit nicht dafür, der verhält sich auch sonst wie es ihm gefällt.

Ich halte es im Fasching mit dem Lied der Höhner:
Da simmer dabei! Dat is prima! Viva Colonia!
Wir lieben dat Leben, die Liebe und die Lust
Wir glauben an den lieben Gott und ham auch immer Durscht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Faschingsnarren eine gesegnete Saison und allen Feiernden Sinn und Verstand im Umgang mit Alkohol, Sex und Drogen,

Ihre Pastoralreferentin, Karina Dietz

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